Interessantes und Kurioses rund um den Apfel

Der Apfel ist ein wahres Kulturgut. Ein Apfel schmeckt nicht nur lecker, es gibt auch viel Wissenswertes und Spannendes über ihn zu erfahren. Der Apfel spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle in der Geschichte und taucht an vielen Stellen wieder auf. Zudem dient der Apfel noch heute als Heilmittel und ist sehr förderlich für die Gesundheit. Darüberhinaus gibt es viel Kurioses über den Apfel zu erfahren. Viel Spaß mit der kleinen Sammlung über den Apfel!

Der Apfel in der Geschichte

  • Der Urapfel der Menschheit dürfte eine sauere, harte Frucht gewesen sein, vom wilden Holzapfel bis zu den heutigen Tafeläpfeln war ein langer Weg.
  • Durch Züchtung, Selektierung und Veredelung entstanden ständig neue Sorten oder alte Sorten wurden verbessert.
  • Die Heimat des Apfels ist Kleinasien, von dort aus kam er über Griechenland nach Italien, die Römer brachten ihn mit an den Rhein.  Zwar gab es in Germanien auch schon zuvor Äpfel, eben den Holzapfel, die Veredelungstechnik aber, das Pfropfen (lat. propagare = fortpflanzen), lernten die Germanen von den Römern. 
  • Der Apfel begleitet Menschen schon seit Urzeiten, ist Symbol für Liebe, Fruchtbarkeit und Leben.
  • Berühmt wurde der Apfel, durch Eva, die ihn an Adam reichte. Der Apfel mutierte im Christentum vom Lebensspender zum sündigen Objekt, Symbol für Vergänglichkeit. In allen Kulturen hoch geschätzt, war er grundsätzlich ein Symbol für die Erde und vielen Göttinnen zugeordnet wie Ischtar, Venus, Hera, Iduna.
  • An Samhain, dem Hochfest der Kelten, in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November, heute aber eher als Halloweenfest bekannt, war der Apfel Symbol für Sterben und Wiedergeburt.
  • Bei den Germanen wachte die Göttin Iduna über die goldenen Äpfel - die Asen aßen davon und erhielten ewige Jugend.
  • In Griechenland wurde der Apfel  berühmt, als Paris der schönsten Göttin einen Apfel geben sollte und durch die dadurch entstehende Eifersüchteleien den Trojanischen Krieg auslöste.

Kurioses zum Apfel

  • Allein der pure Apfelduft kann Erstaunliches bewirken. Friedrich Schiller hatte bekanntlich immer einen etwas angefaulten Apfel in seiner Schreibtischschublade, dessen Geruch ihn zu höchsten literarischen Leistungen inspirierte.
  • Beim Halloweenfest in den USA wird das "Apfelfischen" gespielt. Jeder Teilnehmer setzt einen Apfel in eine Wasserschale. Dann versucht jeder, einen Apfel mit Mund und Zähnen herauszufischen - der Eigentümer, dessen Apfel man fischt, wird der Ehepartner!
  • Ein Apfel zeigt halbiert in der Mitte ein Pentagramm – das war und ist ein magisches Symbol, als Reichsapfel steht er für die Herrschaft des Geistes auf der Erde
  • Der Apfel gilt als weiblich, die Birne als männlich. Bei der Geburt eines Mädchens wurde daher immer ein Apfelbaum, bei einem Jungen ein Birnenbaum gepflanzt. Der Apfelbaum wird aber auch als Orakelbaum betrachtet: man sagte mit seiner Hilfe den Verlauf von Leben und Tod voraus. Aß man unmittelbar vor dem Tod noch einen Apfel, konnte die letzte Ölung nicht erteilt werden und man war auf ewig verdammt.  
    Apfelbäume wurden auch vielfach mit Hexen und Unholden in Verbindung gebracht.  
    Unter ihnen, wie unter vielen anderen Bäumen, tanzten Freitags die Hexen, so unter dem Hexenbäumle, ein Apfelbaum, in Rottenburg. 

Der Apfel für die Gesundheit und als Heilmittel

  • Äpfel enthalten die Vitamine A, B und C. Der Gehalt an Vitamine schwankt je nach Sorte und Jahreszeit, außerdem enthält er organische Säuren (Dextrose, Pektine, Wachs, Salizylsäure, Gerbsäure) und die Spurenelemente Eisen, Kupfer, Mangan sowie die Mineralstoffe Kalium, Natrium und Kalzium. 
  • Ein Apfel stärkt die Abwehrkräfte, hat wenig Kalorien und ist sogar für eine Diät gut.
  • Zudem hat ein Apfel eine beruhigende Wirkung und hilft gegen Migräne und Schlaflosigkeit, schützt die Herzarterien und vor Gicht.
  • Aufgrund ihrer Fruchtsäure sagt man auch: Äpfel sind die Zahnbürste der Natur, denn Äpfel sorgen für kariesfreie, gesunde Zähne.
  • Äpfel immer zimmerwarm und gemütlich essen, da sonst die Möglichkeit von Sodbrennen besteht. Die Schale immer mitessen, da sie gegenüber dem Fruchtfleisch ein Vielfaches an Vitamin C enthält. 
  • Nach amerikanischen Forschungen halten zwei Äpfel pro Tag den Herzinfarkt auf, da sie Cholesterin abbauen und Vitamin E enthalten.  
  • Ein Apfel vor dem Schlafengehen verhindert Schlafstörungen, ein Apfel am Morgen hilft beim Wachwerden.
  • Schwangerschaftsübelkeit am Morgen wird durch das Essen eines Apfels vor dem Aufstehen vermieden.
  • Gebraten mit Honig helfen Äpfel bei Heiserkeit.
  • Der Apfel gilt auch als Blutreinigungsmittel, er soll den Körper reinigen und sich daher bei Rheuma, Gicht, Leber- und Nierenkrankheiten, Arterienverkalkungen, Fettleibigkeit und Hautkrankheiten bewähren.
  • Ein lang bewährtes Hausmittel ist der Apfelmost, der sogar noch mehr leisten kann als der Apfel. Er hilft, Fette abzubauen, indem er sie aufspaltet. Er soll sogar krebserregende Stoffe in geräucherten Speisen neutralisieren. Insbesondere für ältere Menschen ist dieser Most ein hilfreiches Mittel zur Kräftigung und Heilung.
  • Amerikanische Wissenschaftler konnten nachweisen, dass der Apfel den Menschen bis ins hohe Alter dynamisch hält. Als Beweis dieser Theorie werden Napoleon, Bismarck und Churchill angeführt, die täglich eine große Menge Äpfel zu sich nahmen und dabei ein hohes Alter erreichten, wenn man dies zuließ!
  • Vergessen Sie nie: Ein Apfel pro Tag, mit dem Doktor keine Plag!

 

Mit freundlicher Unterstützung von Maria Mail-Brandt.